
Barrierefrei Dobratsch, Kärnten, Österreich
Hinter dieser Challenge stehen zwei Partner mit einem gemeinsamen Ziel: allen Menschen einen einfachen, zukunftsfitten und umweltbewussten Zugang zu Reiseerlebnissen zu ermöglichen.
Aktuell liegt unser größter Hebel in der Vorbereitungsphase: Hier können wir durch zielgruppengerechte und inspirierende Inhalte die Entscheidungs- und Buchungsphase aktiv beeinflussen. Unsere bestehenden Landingpages kaernten.at/autofrei und kaernten.at/barrierefreier-urlaub bieten Gästen dabei bereits erste Orientierung. Während der eigentlichen Reise haben wir kaum direkten Einfluss auf infrastrukturelle Themen (wie Leitsysteme oder Bahnsteigausstattung).
Trotzdem wollen wir in Zukunft Einfluss als Impulsgeber auf die Produktentwicklung der qualitativen Anreise nehmen. Wir können jedoch kommunikativ, organisatorisch und durch smarte Services steuern. Nach dem Aufenthalt wiederum haben wir die Möglichkeit, aktiv Feedback einzuholen und dadurch Angebote gezielt weiterzuentwickeln.

Koralmbahn Railjet | Kärnten, Österreich
Mit der neuen Koralmbahn rückt Kärnten deutlich näher an Wien und Graz – eine riesige Chance für die öffentliche Anreise. Doch dieses Potenzial entfaltet sich nur, wenn die Reisekette auch vor und nach dem Zug verlässlich zugänglich ist.
Aktuell prägen unzureichend aufbereitete Informationen, komplexe Buchungen und nicht aufeinander abgestimmte Services die Customer Journey. Besonders die Bewegung und die Orientierung am Bahnhof und im Zug stellen Herausforderungen dar. Die Folge: Unsicherheit, erhöhter Planungsaufwand und oft die Entscheidung gegen den Zug.
Das wird anhand unserer Zielgruppen deutlich (Details im begleitenden Persona-Dokument):
Diese Beispiele zeigen: Nicht die mangelnde Bereitschaft zur Zugfahrt ist das Problem, sondern die Unsicherheit. Wer diese Hürden abbaut, erhöht die Attraktivität der Destination für alle Gäste.
Gleichzeitig existieren bereits relevante Bausteine: ÖBB Gepäckservice, Bahnhof-Shuttle Kärnten an 17 Bahnhöfen, On-Demand-Systeme wie das Nockmobil, die kostenlose Gästekarte für Bahn und Bus. Diese Bausteine sind vorhanden — aber nicht verbunden. Wer sie kennt, muss sie selbst zusammensetzen. Wer sie nicht kennt, reist mit dem Auto. Eine vollständige Übersicht findet ihr im begleitenden Dokument. Mit dem Sozialen Netzwerk Kärnten (mena.or.at) existiert zudem eine etablierte Freiwilligenstruktur, die als Ausgangspunkt für die Buddy-Koordination dienen könnte.

Barrierefrei Dobratsch, Kärnten, Österreich
Um die Reisekette wirklich inklusiv zu machen, suchen wir nach Konzepten, die unseren Gästen einen verlässlichen „Buddy” an die Seite stellen. Ein Buddy kann vieles sein: eine Person, die beim Umstieg hilft; ein digitales System, das proaktiv erinnert und in Echtzeit orientiert; eine Community, in der erfahrene Gäste ihr Wissen teilen; ein Betrieb, der Gepäck übernimmt und Übergaben koordiniert; oder ein intuitives Orientierungssystem, das Sprachbarrieren überbrückt — entscheidend ist nicht die Form, sondern das Ergebnis: das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. Aus dieser Vielfalt an Möglichkeiten ergibt sich die Leitfrage:
Um eure Lösung ganzheitlich zu durchdenken, orientiert euch an diesen drei Perspektiven:
Bringt das Gefühl des Begleitetseins auf die Schiene — mit einem Konzept, das in Kärnten pilotierbar ist und zeigt, wie es im Alltag wirklich funktioniert.
Unser Hebel liegt in Kommunikation, Service und Organisation — nicht in physischer Infrastruktur. Damit eure Ideen in diesem Rahmen wirksam werden können, helfen folgende Abgrenzungen:

Mit dem Bus der Kärntner Linien ab Bahnhof Künsdorf ist man mobil in ganz Südkärnten und darüber hinaus
Das beste Team erhält die Möglichkeit, seine Idee gemeinsam mit Kärnten Werbung und NDK in einem Workshop weiterzuentwickeln, an einer möglichen Pilotumsetzung mitzuwirken und wertvolle Praxiserfahrung im Bereich sozialer Innovation und Tourismus zu sammeln. Zusätzlich erlebt das Gewinner-Team Kärnten selbst: mit einem Erlebnistag inklusive öffentlicher Anreise und Kärnten Card sowie der Option eines zweitägigen Aufenthalts zur Vertiefung des Destinationserlebnisses.