Mobility & Tourism

German

Mobilität & Tourismus

Wie können wir unseren in- und ausländischen Gästen attraktive, leistbare und nachhaltige An- und Abreiseoptionen ermöglichen?

Die COVID-19 Pandemie hat viele Prioritäten verschoben. Die Mobilität & Tourismus-Challenge thematisierte die chronische Überlastung auf Tirols Straßen. Kurzfristig gilt dieser Herausforderung, aufgrund der Bewegungs-und Reisemöglichkeitsbeschränkungen zwar keine Priorität, jedoch besteht die grundlegende Notwendigkeit neue Mobilitätsangebote zur Entlastung der Verkehrsproblematik zu schaffen. Denn eines ist sicher –  die nächste Hochsaison kommt bestimmt. Allerdings gibt es aktuell eine dringlichere Herausforderung. Deshalb wird die langfristige Perspektive mit einer kurzfristigen Fragestellung ergänzt.

 

Kurzfristige Herausforderung

Der Tourismus gehört zu den Branchen, die von der Corona-Krise am stärksten betroffen sind. Die Tourismusbetriebe in vielen Regionen sind auf Gäste aus dem Ausland angewiesen. Mit den Einschränkungen der Bewegungs-und Reisemöglichkeiten durch die Covid-19 Maßnahmen fallen viele Hauptquellmärkte von Reisenden weg. Die stufenweise touristische Öffnung wird mit dem Inlandstourismus starten und Nahmärkte (vor allem die erdgebundenen) können situativ auf die Entwicklungen reagieren. Der Inlandstourismus übernimmt diesen Sommer eine tragende Rolle hinsichtlich der Unterstützung der heimischen Tourismuswirtschaft.

 

Welche nachhaltigen Mobilitätsangebote zur Anreise nach Tirol können wir Inlandsreisenden unter der Berücksichtigung der erforderlichen Schutzmassnahmen anbieten?

 

Langfristige Herausforderung

Der Verkehr in Tirol nimmt jedes Jahr zu. Vor allem in den Ferienzeiten und am Wochenende kommt es daher regelmäßig zu einer Überlastung der Straßen und zu Staus auf den Autobahnen. Touristen wählen oft das eigene Auto als die bequemste und günstigste Reiseoption. Der stetig steigende Schwerlastverkehr über die Alpen verschlimmert die Situation. Das Land Tirol reagiert mit Blockabfertigungen für Lkw und Abfahrverboten auf den Autobahnen.

 

Für die lokale Bevölkerung ist die Aufrechterhaltung, der Verkehrs- und Versorgungssicherheit abseits des Durchreiseverkehrs essentiell. Die Fahrverbote und Staus zur Hauptreisezeit führen auf der anderen Seite jedoch zu einer Einschränkung der Reisefreiheit der Touristen und zu relevanten Zeit- und Ressourcenverlusten. Die Verbesserung der An- und Abreisemobilität in die Tiroler Regionen ist von großer Bedeutung, um weiter als Tourismusstandort attraktiv zu bleiben und Verkehrsüberlastungen zu vermeiden. Daher suchen wir Antworten auf die Frage:

 

Wie können wir für unsere Gäste leistbare und nachhaltige An- und Abreiseoptionen schaffen, um die Tiroler Verkehrssituation zu verbessern?

Diese Frage beinhaltet folgende Aspekte:

– Wie können wir einen Anreiseinformations-Service schaffen, der unsere Gäste vorab und während der Anreise nach Tirol proaktiv lenkt und leitet?

– Was müssen Hotels und Bergbahnen ihren Gästen anbieten um den Standard-Anreisezyklus (Samstag – Samstag) zu durchbrechen und andere Zyklen attraktiver zu machen?

– Wie können wir den Individualverkehr bei Anreisen in Tirol reduzieren und alternative Anreiseformen attraktiver machen?

 

Folgende Informationen sind bei der Ideenfindung zu berücksichtigen:

– Der An- und Abreiseverkehr in Kombination mit Tagesskigästen (Inländer mit Tirol-Ticket und Ausländer z.B. Raum München) welche größtenteils Samstag und Sonntag anreisen führt zu Überlastungssituationen.

– Es werden jährlich durchschnittlich 60.000 Freizeit Tickets verwendet

– Die Anbindung zum Flughafen München soll optimiert werden

– Funktionierende Anreizsysteme sollen geschaffen werden

– Der Entwurf von neuen Geschäftsmodellen ist ausdrücklich erwünscht

Lasst uns das An- und Abreise System für Touristen und Tagesgäste in Tirol gemeinsam neu denken!

 

 


English

How might we create attractive and sustainable arrival and departure options for our guests from Austria and abroad?

The COVID-19 pandemic has shifted many priorities. The Mobility & Tourism Challenge addressed the chronic congestion on Tyrol’s roads. This challenge is not a priority due to the current restrictions on movement. However, there is still a fundamental need to create new mobility offers to relieve traffic problems in view of the next high season. Therefore, we split the challenge in a short-term and a long-term perspective.

 

Short-term challenge

Tourism is one of the sectors most affected by the Corona crisis. The tourism companies in many regions rely on guests from abroad. With the limitations of exercise and travel opportunities due to the Covid-19 measures, many major travel destinations are no longer available to travelers. The gradual opening of tourism will start with domestic tourism and local markets (especially the earth-bound ones) can react to developments depending on the situation. Domestic tourism will play a major role this summer in supporting the domestic tourism industry.

Which sustainable mobility offers for the journey to Tyrol can we offer to domestic travelers considering the necessary protective measures?

 

Long-term challenge

Traffic in Tyrol increases every year. Especially during the holiday seasons and on weekends, the streets are congested and there are traffic jams on the highways. Tourists often choose their own car as the most convenient and cheapest travel option. The steadily increase in heavy goods traffic over the Alps aggravates the situation. The state of Tyrol responds with block clearances for trucks and bans on the motorways.

 

For the local population, ensuring supply security is essential. On the other hand, the driving bans and traffic jams during peak travel times restrict the freedom of tourists to travel and lead to a loss of time and resources. The improvement of the arrival and departure mobility in the Tyrolean region is of great importance in order to remain attractive as a tourist location and to avoid traffic congestion. We are therefore looking for answers to the question:

How can we create affordable and sustainable arrival and departure options for our guests to improve the Tyrolean traffic situation?

This question includes the following aspects:

– How can we create an arrival information service that guides our guests in advance and during the journey to Tyrol?

– What do hotels and mountain railways have to offer to their guests in order to break the standard arrival cycle (Saturday – Saturday) and make other cycles more attractive?

– How can we reduce individual traffic when arriving in Tyrol and make alternative forms of transport more attractive?

 

The following information must be taken into account when developing ideas:

– The arrival and departure traffic in combination with day ski guests (residents with Tirol ticket and foreigners e.g. Munich area), which mostly arrive on Saturday and Sunday, leads to overload situations.

– An average of 60,000 leisure tickets are used annually

– The connection to Munich Airport should be optimized

– Functioning incentive systems should be created

– The design of new business models is especially desired

Let us help to rethink the arrival and departure system for tourists and daily visitors in Tyrol!

 

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